Klettern auf Malta

Es gibt über 1200 eingerichtete Kletterrouten auf den maltesischen Inseln (Malta, Gozo und Comino). Und jede Menge jungfräuliche Felsen warten noch auf ihre Erschließung. Die einzelnen Klettergebiete sind leicht erreichbar. Keines ist weiter als eine halbe Autostunde entfernt. Gefolgt von ein paar Minuten Fußmarsch, der einen entweder zum Wandfuß oder auf den Gipfel der angepeilten Kletterei bringt. Auch gibt es kein Problem mit Überfüllung und langem Anstehen (Nur etwa 30 lokale Kletterei besuchen regelmäßig die Felsen. Die Malteser sind Fußball verrückt!). Geklettert wird an Kalkstein, den das maltesische Wetter in interessante und faszinierende Formen gebracht hat. Je nach Saison kann man entweder in der Sonne oder im Schatten klettern. Wegen des porösen Gesteins und des windigen Wetters ist nach einem Regenguss in der Regel der Fels nach einer Stunde wieder trocken. In den Felsen leben keinerlei giftige Tiere. Was den Zutritt oder Naturschutz anbelangt, gibt es keinerlei saisonbedingte Einschränkungen. Man kann das ganze Jahr klettern.

Obwohl Malta keine Berge hat - der höchste Punkt liegt nur 253 m über dem Meeresspiegel - ist die Vielfalt und Schönheit der Klettergebiete verblüffend groß. Die zerklüftete Küstenlinie bietet großartige Ein- und Mehrseillängenrouten an Klippenwänden und angenehmen Platten, dazu Traversen direkt über dem Wasserspiegel oder auch deep water solos, bei denen man sich in den heissen Sommermonaten zur Abkühlung in das klare, blaue Wasser fallen lassen kann. Im Landesinneren gibt es malerische Täler ('widien' auf maltesisch), deren Begrenzungen Einseillängenrouten in festem Kalkstein bieten. Man findet auch interessante Felsaufschlüsse, oft mit Höhlen durchsetzt. Einige harte Boulder-Probleme stellen selbst den kühnsten Boulderer auf die Probe. Man kann sowohl traditionelle Routen klettern (sie sind vom Führenden selbst abzusichern), als auch mit Bohrhaken ausgestattete Sportkletterrouten.

Malta hatte schon Besucher vom Schlage eines Patrik Edlinger, Stevie Haston, John Dunne, Crispin Waddie, Garry Gibson und Somone Moro! Egal ob du Anfänger bist, Fortgeschrittener oder ein ausgewiesener Felsathlet, es gibt für jeden den richtigen Schwierigkeitsgrad. Gegenwärtig ist die härteste Tour, die auf Malta geklettert wurde, eine E7 6c (französisch 8a, USA 5.13v, UIAA X). Sämtliche Routen sind bewertet, um auch dem nicht eingeführten Kletterer die Auswahl der für ihn geeigneten Route zu erleichtern.

Hier ist eine Liste von Veröffentlichungen, in denen sich alles findet, was man über das Klettern auf den maltesischen Inseln zu wissen braucht.

 

Führer:

Walks and Climbs in Malta by Showell Styles (Midland Association of Mountaineers)-Progress Press1949

Rock Climbing in Malta by John D. Graham (Royal Naval Mountaineering Club)-West Col Prod. 1971  

Malta New Climbs by Roger Brookes and Simon Alden-Fylde Mountaineering Club, 1987

 

Zeitschriftenartikel:

Climber and Rambler: Issue February 1979

Climber and Rambler : Issue September 1985 - "Rock Climbing in Malta" by Simon Alden   

Alpinisme et Randonnee : Issue no 212 January/ February 1999 - "Pierre au gout de Malte" by P. Royer

On The Edge : Issue no 95 March 2000 - "Haston in Malta"

Rotpunk : Issue July/ August 2000

Fit For Fun- Malta : Issue Summer 2003 - "Rock Jocks" by Andrew Warrington

Alp Wall : Issue 13 April/May 2005 - "Malta Paradiso del Mediterraneo" by David Munilla.

Desnivel : Issue 228 September 2005 - "Isla de Malta. Cultura fenicia, escalada británica".

Klettern : Issue October 2005 - "Malta und Gozo, Mediterran und Englisch Zugleich"-Stefan Heiligensetzer

 

Andenken:

Continuation wall

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